Bei den Höveler Deutschen Amateur-Meisterschaften sind in Dressur und Springen zwei neue Meister gekürt worden, außerdem gibt es auch im Deutschen Amateur-Championat in Dressur und Springen je einen neuen Meister. Zum zehnten Mal wurden in diesem Jahr die Deutschen Amateur-Meister in Dressur und Springen gekürt, zum ersten Mal war Zeiskam in Rheinland-Pfalz jetzt Austragungsort. Amateure sind das Herz des deutschen Turniersports. Mit Leidenschaft, Einsatz und sportlichem Anspruch prägen sie die Turnierlandschaft. Genau dafür werden seit 2017 die Deutschen Amateur-Meisterschaften (DAM) und die Deutschen Amateur-Championate (DAC) veranstaltet – als Bühne für Spitzenleistungen im Amateursport.
Die Deutschen Amateur-Meisterschaften begannen in der Dressur mit der ersten Wertungsprüfung, Prix St. Georges auf S*-Niveau. Schon hier setzte sich Valerie del Rio Pfeffer aus Baden-Württemberg mit ihrem zehnjährigen Oldenburger Wallach Braveheart an die Spitze. Auch in der Kür am Sonntag ging der Sieg wieder an sie und somit auch der Titel der Deutschen Amateur-Meisterin. Auf dem Bronzeplatz landete eine rheinland-pfälzische Reiterin, die in Zeiskam sowieso ein „goldenes“ Wochenende hatte: Laura Körting erhielt ihr Goldenes Reitabzeichen und durfte sich dann bei der großen Meisterehrung noch über die Bronzemedaille mit ihrer Stute Amazing Grace freuen. Platz zwei in der ersten Qualifikation und Platz vier in der Kür waren ein starkes Ergebnis für die 36 Jahre alte Reiterin. „Mir fehlen die Worte für dieses unglaubliche Wochenende“, freute sich Laura Körting. „Danke an mein überragendes Pferd und an alle, die dabei waren und die Daumen gedrückt haben!“ Der zweite rheinland-pfälzische Starter Alexander Spohr kam mit Diabolo WL im Kleinen Finale auf Rang 16 in die Platzierung.
„Ein unvergessliches Wochenende“
Im Deutschen Amateur-Championat auf M-Niveau ging es für Jascha Katharina Bitterlich und San d’Oro über den Umweg ins Finale. Im Kleinen Finale belegten die 39-Jährige und ihr Pferd aus der Zucht ihres Vaters einen tollen zweiten Platz und qualifizierten sich damit noch für das Kür-Finale. Dort wurden sie Siebte. „Was für ein unvergessliches Wochenende“, schwärmte Jascha Katharina Bitterlich, die sich als rheinland-pfälzische Landes-Amateurchampionesse für Zeiskam qualifiziert hatte. „Wir können stolz darauf sein, zu den Top Ten der deutschen Amateurreiter zu zählen.“ Martina Simon und Rock n’Roll hatten nicht ihr bestes Wochenende erwischt und gaben im Kleinen Finale auf.
Im Deutschen Amateur-Championat der Springreiter sah es nach den Treppchenplätzen der Vorjahre nach einer weiteren Medaille aus. Carlotta Steinbach und ihr Cool Conversion kamen mit weißer Weste ins Finale, doch dort fiel eine Stange, es blieb ein toller sechster Platz. „Nach zwei Nullrunden hat es am Ende durch einen ärgerlichen Fehler leider nicht fürs Treppchen gereicht“, bilanzierte die 38-jährige Tierärztin, die als Ponyreiterin zweimal Deutsche Jugendmeisterin war. „Ich bin trotzdem super stolz auf Cooli, er ist und bleibt einfach der Beste!“
Das berühmte Glück fehlt
Bei den Springreitern in der Deutschen Amateur-Meisterschaft fehlte das oft genannte Quäntchen Glück in diesem Jahr – auch wenn tolle Einzelergebnisse zu bejubeln waren, reichte es für die rheinland-pfälzischen Reiter, die vor Ort von Landestrainer Sepp Gemein betreut wurden, in der Gesamtwertung nicht für vordere Plätze. Beste Reiterin aus der PSVRP-Equipe waren die amtierenden Amateur-Landesmeister Verena Wolf-Richter und Bounce auf dem elften Platz. Im Finale konnte sich die 49-Jährige über einen tollen fünften Platz freuen. Brian Klimutta und Casino-Royal wurden 13. nach guten Platzierungen in der ersten Wertung und im Finale. Leonie Berwanger und Champus for ever waren in der ersten Wertung platziert und gewannen das Finale auf S*-Niveau – ihr vierter Sieg auf diesem Niveau -, doch in der zweiten Wertung fielen drei Stangen, die eine bessere Platzierung als Rang 17 in der Endabrechnung verhinderten. Tara Annabelle Plewa und Damona WH konnten sich in der ersten Wertung platzieren, gaben aber im Finale auf (Rang 29), genauso wie Angela Gottschalk und Vivaldy (Rang 30). Sandra Deppe und Contess traten zum Finale nicht mehr an (Rang 33).











