Finale der Jugendserien

Beim Landesjugendturnier in Herxheim am letzten Wochenende im September mündeten sowohl die RLP-Pony-Challenge als auch das Förderprojekt „FutureKids“ in ihre Finals.

Die RLP-Pony-Challenge ist eine Serie für Ponyreiter im Einsteigerbereich auf dem Niveau der Klasse E. Sie ist aus dem über 20 Jahre durchgeführten Equitop-Pony-Cup entstanden, bietet Ponyreitern einen Einstieg in den Turniersport nach LPO und wird von den Landestrainern gerne zur Talentsichtung genutzt. In den Disziplinen Dressur und Springen wurden fünf Qualifikationen angeboten – die Beteiligung ist noch ausbaufähig, war aber schon deutlich höher als im Vorjahr. „Der Ponysport ist ohnehin schwindend“, sagt Landestrainer Sepp Gemein. „Umso wichtiger ist es, dass wir diese Serie trotzdem und gerade deswegen anbieten. Sonst würden die Turnierveranstalter vermutlich keine reinen Ponyprüfungen ausschreiben.“

Knapper Sieg für Stella Kiewitz

Im Finale der Dressurreiter waren von den zehn qualifizierten Reitern acht angetreten und mit ihrem Finalsieg konnte Stella Kiewitz (RFV Mainz-Ebersheim) noch ganz knapp die gesamte Serie für sich entscheiden. Nach den Qualifikationen – von denen sie die letzte in Bodenheim gewonnen hatte – lag die Zwölfjährige mit ihrem Pony Palmerstown Paul noch auf dem zweiten Platz im Gesamtranking. Mit 8,0 gewann sie die dreifach zählende Finalprüfung und sicherte sich damit noch den Gesamtsieg. Den Vortritt lassen musste ihr Mia Bender, die alle drei gerittenen Qualifikationen in Frankenthal, Saarburg und Rheinböllen gewonnen und damit die Höchstpunktzahl ins Finale eingebracht hatte. Dort gab es für die zwölfjährige Reiterin vom RV Schweich und ihr Pony Rowan den zweiten Platz und damit auch den zweiten Platz in der RLP-Pony-Challenge 2026. Dritte in der Gesamtwertung wurde Lene Gloede (RFV Rodenbach), die Siegerin der Qualifikation in Fußgönheim, im Sattel von Limetree Melody Maker.

Auch bei den Springreitern war die Finalsiegerin die Gesamtsiegerin: Die 13-jährige Lotta Binder (RC Pfimmtal Pfeddersheim) erhielt mit ihrer Ponystute SM Diva De Luxe im Finale eine 8,0 und machte damit den Gesamtsieg in der RLP-Pony-Challenge 2026 perfekt. Auf dem zweiten Platz folgte Emily Clemens (RFV Rheinböllen), die mit Tip On in beiden Disziplinen eine Einladung fürs Finale erhalten hatte, den dritten Gesamtrang belegte Amelie Leyder-Havenstroom (ZRFV Langenscheid) mit Welcome Little Charly. In der Finalprüfung hatten die beiden die Plätze getauscht, doch mit einem Qualifikationsergebnis weniger als Emily Clemens hatte Amelie Leyder-Havenstroom keine Chance auf den zweiten Platz. Im diesjährigen Finale waren neun junge Ponyreiterinnen am Start – im Vorjahr waren es nur drei gewesen.

Starke Leistungen bei den FutureKids

Das Förderprogramm „FutureKids“ richtet sich an U13-Reiter im Wettbewerbsbereich. Alle jungen Reiter, die in der vergangenen Saison mindestens in zwei Wettbewerben am Start waren und dabei mindestens einmal die Wertnote 7,0 erhalten hatten, waren zum Landesfinale beim Landesjugendturnier eingeladen. Alle gestarteten Finalisten sind damit automatisch Mitglied im FutureKids-Team ihres Regionalverbandes im Folgejahr, die drei Besten wurden zudem mit einer Schabracke und einem Landestrainer-Lehrgang als Ehrenpreis bedacht. In der Dressur gab es die höchsten Wertnoten für Carolina Secker (RSV Schwarz-Weiß Hechtsheim) mit Filou, Louisa Barton (RV Schweich) mit Milky Way und Larena Beul (RFZV Ellerbachtal) mit Temptation. Im Stilspringwettbewerb wurden Joy Lia Wißmann (RV Distelberger Hof Winningen) mit Rivaldi, Neyla Schneider (Pferdecentrum Miesau) mit Velvet Rose V und Carolina Secker mit Dito mit den besten Noten bewertet.

Eva Schaab

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