Mikka Roth gewinnt den Goldenen Sattel

Der Prestige „Goldene Sattel“ in Memoriam Hans Günter Winkler, gefördert von der Stiftung Deutscher Pferdesport, zählt zu den besonderen Prüfungen im Nachwuchsspringsport – und das zeigte sich auch 2026. Vier junge Reiterinnen und Reiter stellten sich im Rahmen der Partner Pferd in Leipzig der anspruchsvollen Stilspringprüfung Klasse M mit Pferdewechsel und präsentierten sich auf durchweg hohem Niveau. Es blieb bis zur letzten Runde spannend. Mit 35 Punkten sicherte sich Mikka Roth den Sieg – für den rheinland-pfälzischen Verband war es nach dem Titel für Naomi Himmelreich im Vorjahr der zweite Sieg in Folge bei dieser Traditionsprüfung.

Auch seine Mutter Barbara hat den Goldenen Sattel schon gewonnen, verriet Mikka Roth und betonte: “Diese Prüfung hat eine große Bedeutung für unseren Springsport. Man freut sich sehr, wenn man hier reiten darf.” Alle vier Teilnehmer am Goldenen Sattel starten nicht nur mit ihrem eigenen Pferd, sondern auch mit denen ihrer Mitbewerber. Gerade der Pferdewechsel macht den Reiz dieser Prüfung aus und verlangt den Teilnehmern nicht nur reiterliches Können, sondern auch Gefühl, Übersicht und Verantwortungsbewusstsein ab: “Es war dadurch eine gewisse Anspannung vor der Prüfung da”, sagte der Sieger nach der Prüfung, der die erste Runde im Sattel seines eigenen Pferdes Design bestritten hatte. Mit nur 0,1 Punkten Rückstand wurde Emma Bachl aus Bayern Zweite, Platz drei ging an die jüngste Teilnehmerin in diesem Jahr, die 17-jährige June Karlinder aus Hamburg, Vierte wurde Paula Fischer aus Berlin-Brandenburg.

Feines und gleichmäßiges Reiten

Die hochklassig besetzte Jury, bestehend aus Richter Stephan Hellwig, Bundestrainer Otto Becker und Springreiter Marco Kutscher, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Auftritt aller vier Teilnehmer. Besonders das feine, gleichmäßige und sichere Reiten wurde mehrfach hervorgehoben. Stephan Hellwig betonte insbesondere die Konstanz von Mikka Roth, der für seine Vorstellungen mit Noten zwischen 8,3 nach einem Abwurf und 9,1 belohnt wurde. Dem 20-Jährigen fiel der Pferdewechsel nicht zu schwer: “Ich habe schon am Abreiteplatz geschaut, wie die Pferde mit den anderen Reitern gehen, und habe versucht, mir schon da das ein oder andere abzuschauen. Es hat mir auch sehr geholfen, dass ich schon viele verschiedene Pferde geritten bin.”

Aktuell trainiert Mikka Roth in Bayern bei Dietmar Gugler: “Meine Eltern haben mir nach dem Abi die Möglichkeit gegeben, in einen anderen Stall zu gehen, um neue Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln. Ich bin jetzt erstmal über den Winter hier.” Eines der Saisonhighlights findet jedoch in der Heimat statt: Der RFV Zeiskam, Mikkas Heimatverein seit seinen ersten Sprüngen, ist im September Gastgeber der Deutschen Jugendmeisterschaften in Dressur und Springen. Für den jungen Springreiter ist es altersbedingt die letzte Deutsche Jugendmeisterschaft – “und das im Heimatverein, da freue ich mich schon sehr darauf”, betont der 20-Jährige.

Foto: Stefan Lafrentz

Eva Schaab

X