Premiere mit Medaillenregen

Erstmals fanden Ende September Süddeutsche Meisterschaften für die Nachwuchsdressurreiter der Altersklassen Junioren (U18) und Junge Reiter (U21) statt. Ausgerichtet wurde die Premiere im baden-württembergischen Balingen, wo das engagierte Team um Nicole Porsch für ein rundum gelungenes Wochenende sorgte. Auch der rheinland-pfälzische Landestrainer Bruno Eidam war begeistert: „Was die dort auf die Beine gestellt haben, war vom Feinsten! Es wurde an alles gedacht und es war ein großartiger Rahmen. Ich hoffe, es waren nicht die letzten Süddeutschen Meisterschaften in Balingen.“

Der großartige Rahmen spornte die Equipe von Bruno Eidam offenbar zu Höchstleistungen an. Nur eine der sechs Medaillenentscheidungen ging ohne rheinland-pfälzisches Edelmetall zu Ende. „Das war schon klasse“, freute sich der Landestrainer über seine erfolgreichen Reiterinnen. In jeder Altersklasse wurde nach der ersten Prüfung sowohl eine Einzel- als auch eine Mannschaftsmedaille vergeben, eine zweite Entscheidung gab es dann mit der Kür am Sonntag.

Silber für die Jungen Reiter

Die Jungen Reiter machten den Auftakt in einer S*-Dressur. In der Besetzung Martha Sophia Pickers mit Ferri Rousseau, Paula Schiebener mit Deichprinz, Angelina Kehr mit Bellonii und Leonie Kraus mit Solitaire Black P gewann die rheinland-pfälzische Equipe die Silbermedaille hinter den siegreichen Baden-Württembergern. Die meisten Punkte steuerte Martha Sophia Pickers mit ihren 70,921 Prozent bei – damit gewann die 19-Jährige, die zwei Wochen zuvor bei der Deutschen Jugendmeisterschaft schon Gesamt-Vierte war, die Bronzemedaille in der Einzelwertung. Außerdem wurde sie mit einem Sonderpreis inklusive Schärpe für ihr feines Reiten ausgezeichnet.

Angelina Kehr verpasste mit einem minimalen Rückstand von weniger als 0,1 Prozent das Treppchen, doch für sie erfüllte sich in der Kür-Prüfung der besten Zwölf noch der Traum vom Edelmetall. 73,750 Prozent bedeuteten eine weitere Bronzemedaille für Rheinland-Pfalz. „Ich könnte nicht stolzer sein auf diesen noch so jungen Superstar“, sagte die 20-jährige Reiterin. Leonie Kraus kam in beiden Wertungen auf den neunten Platz, Paula Schiebener qualifizierte sich für das Kleine Finale und liebäugelte dort mit ihrem achten S*-Sieg, doch sie musste sich am Ende um die Winzigkeit von 0,04 Prozent mit Rang zwei zufriedengeben.

Romy Weber wird Süddeutsche Kür-Meisterin

Seine sechs Juniorinnen hatte Bruno Eidam auf zwei Teams aufgeteilt, die dann also ohne Streichergebnis punkten mussten. Die Mannschaft mit Viktoria Bell und Fine Boy, Romy Weber und Fabelhaft sowie Diana Selina Nonnen und Toledo verpasste als Vierter knapp die Medaillenränge. Die zweite Mannschaft bestand aus Chrissy Diana Klein mit Sir Sammy, Melissa Wetzlar mit Bellis Blue Label und Laura Schreckenberger mit Kingston und landete auf dem sechsten Platz. In der Einzelwertung verbuchte Romy Weber mit Fabelhaft die zweitbeste Wertnote und konnte sich über die Silbermedaille und den Süddeutschen Vize-Titel freuen. In der Kür legte die 17-Jährige noch einmal nach und sicherte sich die Goldmedaille – ein toller Abschluss ihrer Juniorenzeit. „Ich bin unendlich stolz und dankbar für dieses besondere Pferd“, freute Romy Weber sich über ihren Meistertitel. „Er gibt einfach immer sein Bestes. Danke, Fabelhaft!“

Auch Melissa Wetzlar, Diana Selina Nonnen und Chrissy Diana Klein hatten sich für die Kür qualifiziert und belegten die Plätze sechs, zehn und zwölf. Das Kleine Finale der Junioren gewannen Laura Schreckenberger und Kingston mit einer Runde über 70 Prozent. „In der ersten Wertungsprüfung war King leider noch etwas aufgeregt“, sagte die 18-Jährige. „Immerhin war es sein erstes Übernachtungsturnier mit uns und ich habe es leider nicht geschafft, ihm in der Prüfung genügend Sicherheit zu geben. Sonntags haben wir unsere Ruhe wieder im Viereck gefunden. Das ist der schönste Abschluss, den ich mir für meine Juniorenzeit hätte wünschen können! Ich freue mich riesig auf unser nächstes gemeinsames Kapitel.“  Viktoria Bell und Fine Boy kamen auf den vierten Platz im Kleinen Finale.

Eva Schaab

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