Zum vierten Mal wurde die Deutsche Meisterschaft der U25-Springreiter im Reitsportzentrum Riesenbeck International ausgetragen. Unterstützt von der Dieter-Hofmann-Stiftung bot die Meisterschaft an drei Tagen spannenden Sport bis zur letzten Entscheidung. Am Ende durfte sich die 24-jährige RHeinland-Pfälzerin Britt Roth gemeinsam mit ihrem neunjährigen Holsteiner Wallach Jeffrey über den verdienten Titel freuen. Sie sicherte sich die Goldmedaille vor Paul Ercken mit Apatche H und Magnus Schmidt mit Carl Gustav.
Von Tag zu Tag stiegen die Anforderungen an die jungen Talente. Nach einem Zeitspringen über 1,45 Meter zum Auftakt wartete in der zweiten Wertungsprüfung bereits ein Parcours über 1,50 Meter. Im Finale stellten sich alle 25 qualifizierten Reiter erneut einer anspruchsvollen 1,50 Meter-Prüfung. Die besten zwölf erreichten den zweiten Umlauf, der letztlich über die Medaillen entschied. Es war spannend bis zum Schluss und vor allem der zweite Umlauf verlangte nochmal alles an Konzentration und Kraft von den Reiter-Pferd Paaren ab.
Konstant starke Leistung
Britt Roth und Jeffrey zeigten über alle drei Wertungsprüfungen eine konstant starke Leistung. Mit Rang drei im Zeitspringen und Platz zwei in der zweiten Wertungsprüfung legten sie den Grundstein für den Titel. Im Finale blieb das Paar in beiden Umläufen fehlerfrei und sicherte sich als einziges Paar ohne Springfehler über die gesamte Meisterschaft mit lediglich 0,35 Strafpunkten aus dem Zeitspringen die Goldmedaille. Für Britt Roth ist der Titel der nächste Erfolg in einer bislang starken Saison, ihrer letzten im U25-Lager. Bereits im Mai gewann sie beim Mannheimer Maimarktturnier die Finalqualifikation von Deutschlands U25 Springpokal der Stiftung Deutscher Pferdesport und Holger Hetzel über 1,50 Meter. Bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft der Damen in Balve folgte die Silbermedaille, nun krönte sie ihre Saison mit dem Gewinn des U25-Meistertitels – im Vorjahr hatte sie bei dieser Meisterschaft Bronze gewonnen.
Nach ihrem Sieg sagte die neue Deutsche U25-Meisterin: „Ich kann das gar nicht in Worte fassen, ich bin am Zittern. Ich freue mich einfach unglaublich, dass wir alle Runden null waren und es am Ende gereicht hat. Mit Jeffrey diesen Erfolg über die Jahre hinweg aufzubauen, ist wirklich etwas ganz Besonderes.“ Nervös sei sie nicht gewesen, sagte Britt Roth: „Eigentlich bin ich ziemlich nervenstark, ich war klar fokussiert und wir hatten ein Ziel.“ Auf die Frage nach ihrem bisherigen Saisonhöhepunkt antwortete sie: „Ich glaube, dieses Jahr kam es wirklich Schlag auf Schlag und jedes Wochenende toppt noch einmal das davor. Jeffrey bekommt jetzt erst einmal etwas Pause, bevor wir Mitte August mit dem Finale von Deutschlands U25 Springpokal in Aachen unser nächstes großes Ziel haben.“ Über ihr Siegerpferd Jeffrey, der als Jährling bereits in den Stall der Familie Roth kam, hatte Britt nur lobende Worte: „Sein Kampfgeist – er weiß einfach, wann es drauf ankommt. Er ist einfach einzigartig!“
Felizitas Judith in Aachen dabei
Neben den Medaillen ging es in Riesenbeck auch um die letzten Startplätze für das Finale von Deutschlands U25-Springpokal, das im Rahmen der WM in Aachen ausgetragen wird. Die Medaillengewinner sowie zwei weitere vom Bundestrainer nominierte Reiter konnten sich in Riesenbeck letzte Finaltickets sichern. Da Britt Roth und Magnus Schmidt ihr Finalticket bereits zuvor gelöst hatten, rückten neben Paul Ercken noch Sören Suppert und Beeke Carstensen nach. Zwei weitere Tickets gehen an Felizitas Judith und Maren Hoffmann, die die die Deutsche U25-Meisterschaft auf den Plätzen acht beziehungsweise zehn beendeten. Damit ist mit Felizitas Judith (Meckenheimer RC) neben Britt Roth eine zweite rheinland-pfälzische Reiterin in Aachen dabei.











