Beim Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit in Warendorf waren die Westfalen wieder einmal nicht zu schlagen. In der Abteilung Pferde verwies das westfälische Quintett die Teams aus Schleswig-Holstein und Hessen auf die Plätze. Unter den zehn angetretenen Mannschaften kam die rheinland-pfälzische Equipe auf den siebten Platz. „Das hat richtig Spaß gemacht, es war ein sensationeller Zusammenhalt innerhalb der Truppe“, freute sich Landestrainer Andreas Schmitt. Mit seinen vier Mannschaftsreiterinnen hatte er ein Streichergebnis weniger als die vor den Rheinland-Pfälzern liegenden Teams, gleichzeitig betonte Andreas Schmitt, dass alle vier auf ihre Weise zum Mannschaftsergebnis beigetragen hätten: „Es gab nicht das eine Streichergebnis.“ Der Landestrainer warf auch schon einen Blick in die Zukunft: „Alle vier dürfen nächstes Jahr noch einmal teilnehmen – und das wird ja nicht schlechter!“
Die beste Reiterin in Schmitts Equipe war Clea-Marleen Jahr. Die 14-Jährige gehört in diesem Jahr in Dressur, Springen und Vielseitigkeit zum Landeskader, wurde bei den Landesmeisterschaften Dritte bei den Dressur-Children und Siegerin bei den Vielseitigkeits-Junioren. Auch im Springen ist sie mittlerweile bis M**-Niveau am Start. Im Vorjahr konnte Clea-Marleen Jahr beim Bundesnachwuchschampionat bereits Erfahrungen sammeln, in diesem Jahr zeigte sie sich mit ihrer Stute Lilly-Fee noch einmal deutlich sicherer. 8,0 in der Dressur, 7,5 im Springen – beides zählt vierfach – sowie 8,5 im fünffach zählenden Gelände, gemeinsam mit jeweils 9,5 in Vormustern und Theorie ergab das 123,5 Punkte. Das bedeutete den achten Platz im Gesamtklassement unter 75 Teilnehmern. Von Platz drei war Clea-Marleen Jahr damit nur gut drei Punkte entfernt, lediglich der Sieger Max Steinkraus aus Hamburg (134,8) und die zweitplatzierte Westfälin Carla Lindner (131,8) konnten sich nach vorne etwas absetzen.
Ebenfalls platziert
Auf dem 21. Platz war Isabell Burghard ebenfalls platziert. Mit ihrer Stute Caramia lieferte die 14-Jährige die beste Geländerunde im rheinland-pfälzischen Team, eine Wertnote von 8,6 gab es für die beiden im Warendorfer Geländekurs. Die Dressur blieb mit 6,4 ausbaufähig, das Springen war mit 7,4 solide, dazu kamen 8,0 im Vormustern und 9,5 in der Theorie – in Summe 115,7 Punkte. Romy Keller und Kleiner Nils, die Andreas Schmitt noch nachnominiert hatte, kamen nach soliden Leistungen auf 102,70 Punkte (53. Platz). „Der Kleine Nils wurde wirklich zum ‚großen Nils‘, er wuchs über das Wochenende richtig über sich hinaus“, lobte der Landestrainer.
Auf einem guten Kurs lagen auch Annie Teusch und Hot Speed B, amtierende Children-Landesmeister im Springen, die in Dressur und Springen 7,2 erhalten hatten, dann aber im Gelände Pech hatten. „Sie hätte ganz sicher mit einen tollen Ergebnis im Gelände zu einer noch besseren Gesamtplatzierung beigetragen“, berichtete Andreas Schmitt. „Leider wurde sie nach einem kleinen Missgeschick, bei dem sie den Sattel verlassen musste, eliminiert und musste abbrechen.“











