International war das Starterfeld beim Großen Preis des PSV Rheinland-Pfalz im Springen, der Ende Juli bei den Schweicher Reitertagen entschieden wurde. Unter den 15 Startern waren sechs Nationen vertreten – und mit sieben Teilnehmern stellten Luxemburger Vereine knapp die Hälfte des Starterfeldes. So war es nicht überraschend, dass die Gäste auch den Sieg unter sich ausmachten und Wolfgang Schmidt, der den Großen Preis im Springen 2022 gewann, vorerst weiterhin der letzte siegreiche Rheinland-Pfälzer bleibt.
Über die Abmessungen eines S**-Kurses (1,45 Meter) führte der Große Preis, der seit dem Vorjahr finanziell maßgeblich von der Firma Nölken Hygiene Products aus Windhagen unterstützt wird, das beste Viertel durfte dann in der Siegerrunde um die vorderen Plätze reiten. Dabei reichte eine Nullrunde nicht aus, Joel Gansemans und Alan Kelly – beide vom luxemburgischen Club Hippique du Nord – waren zu langsam für die Siegerrunde und reihten sich auf den Plätzen fünf und sechs ein. Robby Krowoza (RV Andernach) dürfte sich als amtierender Landesmeister der Reiter ebenfalls Chancen auf den Sieg ausgerechnet haben, doch mit seiner Stute Lordess verbuchte er einen leichten Abwurf, kam als Siebter dann aber trotzdem in die Platzierung, unmittelbar vor Gerrit Flücken (RV Montabaur-Horressen) mit Caran d’Ache und Melina Schwaab (RV Trier) mit Cassis DL P. Maison, die ebenfalls je mit einem Abwurf ins Ziel gekommen waren.
Doppelte Doppelnull
Dominierend war Shoorendran Nageswaran. Der Malaysier, der für die Cavaliers Reunis Luxembourgeois reitet, brachte gleich beide gestarteten Pferde im Umlauf fehlerfrei und schnell ins Ziel und hatte damit die besten Karten, um den Großen Preis des PSV Rheinland-Pfalz erstmals zu gewinnen – als zweiter Luxemburger nach Charlotte Bettendorf genau zehn Jahre zuvor. In der Siegerrunde legte der 33-Jährige nach und kam als einziger Reiter mit „Doppelnull“ ins Ziel. Und das gleich zweimal, „Doppel-Doppel-Null“ sozusagen: Mit der zehnjährigen Limelight AD war Shoorendran Nageswaran etwas schneller als mit der gleichaltrigen Lysha und so ging er mit der goldenen und der silbernen Schleife auf die Ehrenrunde. Im Namen des Pferdesportverbandes gratulierten PSVRP-Präsident Fritz Müller und Thomas Peters, Vorsitzender im Ausschuss Turniersport.
Dritte wurde Diane Kettmann, ebenfalls für die Cavaliers Reunis Luxembourgeois, im Sattel von First Vleut. Mit ihrer Zeit in der Siegerrunde hätte sie ihren Vereinskollegen ganz locker geschlagen, doch unterwegs fiel eine Stange, das bedeutete vier Fehlerpunkte. Mit Lucie Kieffer (Cercle Equestre de Luxembourg) kam eine weitere Luxemburgerin auf den vierten Platz, mit Frankie’s Boy K – mit dem die heute 24 Jahre alte Reiterin bereits als Junioren an der Europameisterschaft teilgenommen hat – verbuchte auch sie einen Abwurf in der Siegerrunde.











