Der Pferdesportverband Rheinland-Pfalz bietet erstmals die Möglichkeit zum Einstieg in eine neue Ausbildungsrichtung im Rahmen der Richtertätigkeit. Die Richterlaufbahn „Richter Reiten mit Schwerpunkt Springen“ wurde mit der aktuellen Ausbildungs- und Prüfungs-Ordnung (APO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zum Jahr 2026 neu eingeführt.
Am Mittwoch, 22. Juli 2026, bietet der PSVRP eine Aufnahmeprüfung im Rahmen der Pferdeleistungsschau (PLS) in Schweich an. Die genaue Uhrzeit kann erst nach Veröffentlichung der Zeiteinteilung bekannt gegeben werden, geplant ist circa ab 11 Uhr. Die Kosten betragen 120 € pro Teilnehmer/in, die Verpflegung vor Ort erfolgt auf eigene Rechnung. Als Referenten und Prüfer fungieren Anja Lilienthal, Martin Kröninger und Georg Schweiger. Die Anmeldung ist bis zum 15. Juli an holzer@pferdesportverband-rlp.de zu senden.
Grundvoraussetzungen
- Erster Wohnsitz in Rheinland-Pfalz
- Mitgliedschaft in einem dem Pferdesportverband Rheinland-Pfalz angeschlossenen Pferdesportverein
- Vollendung des 21. Lebensjahres
- Einwandfreie charakterliche Haltung und Führung; Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses (nicht älter als sechs Monate)
Persönliche Voraussetzungen
Für die Ausbildung zur Turnierfachkraft und die spätere Tätigkeit als Richter/in sind neben den fachlichen Voraussetzungen insbesondere folgende Eigenschaften wünschenswert:
- Verantwortungsbewusstsein
- Sachlichkeit und Objektivität
- Unabhängigkeit in der Ausübung des Richteramtes
- Konzentrationsfähigkeit
- Reaktionsvermögen und Entscheidungsfreude
- Teamfähigkeit
- Belastbarkeit
- Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung
- Vorbildliche Umsetzung von Horsemanship
- Vorbildfunktion als Reiter/in
Fachliche Voraussetzungen
Die fachlichen Voraussetzungen können durch einen der folgenden Nachweise erfüllt werden:
- mindestens 3 Platzierungen in Springprüfungen der Klasse M** oder
- bestandene Prüfung zum Trainer A – Reiten (Leistungssport) und mindestens 3 Platzierungen in Springprüfungen der Klasse L oder
- bestandene Prüfung zum Pferdewirt, Fachrichtung Klassische Reitausbildung, und mindestens 3 Platzierungen in Springprüfungen der Klasse L oder
- bestandene Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister, Fachrichtung Klassische Reitausbildung oder
- Inhaber/in des Goldenen Reitabzeichens in der Disziplin Springen
Geplanter Ablauf des Eingangsseminars und der Aufnahmeprüfung
Die Aufnahmeprüfung beginnt mit einem Eingangsseminar, in dem die Inhalte und der Ablauf der Richterausbildung vorgestellt werden. Hier besteht ausdrücklich die Möglichkeit, Fragen zur Ausbildung, zur späteren Tätigkeit als Richter sowie zu den Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Richterlaufbahn zu stellen. Im weiteren Verlauf werden während der laufenden Veranstaltung praktische Beurteilungsaufgaben durchgeführt. Hierzu gehören insbesondere:
- Beurteilung eines Stilspringens
- Beurteilung einer Springprüfung nach Fehler/Zeit
- Fachliche Unterweisung am Parcours gemeinsam mit dem zuständigen Parcourschef
- Diskussion und Bewertung von Parcoursführung, Anforderungen und Bewertungskriterien
- Abschließender schriftlicher Eignungs- und Wissenstest
Die Aufnahmeprüfung dient dazu festzustellen, ob die fachlichen, persönlichen und sportpraktischen Voraussetzungen für den Einstieg in die Richterausbildung vorliegen.











