Nach dem Sieg im Nationenpreis der europäischen Reitsportföderation (EEF) beim CSIO3* in Mannheim verwies das deutsche Springteam auch in Budapest die Konkurrenz auf die Plätze. Das von Co-Bundestrainer Ralf Runge betreute Quartett bildeten Maximilian Lill mit Kommandant, Justine Tebbel mit Cote de Pablo, Tobias Meyer mit Caillou sowie die Rheinland-Pfälzerin Britt Roth mit Jeffrey – alle vier hatten sich mit Spitzenleistungen bei der Deutschen Meisterschaft in Balve für diesen Einsatz empfohlen. Nach zwei Umläufen war das Konto nur mit acht Fehlerpunkten belastet. Hinter den deutschen Siegern reihten sich reihten sich Tschechien, die Niederlande und Irland ein, beide zwölf Fehlerpunkte, aber die besseren Zeiten im zweiten Umlauf entschieden über die Rangierung.
Die europäische Nationenpreisserie führt, eingeteilt in vier Regionen, über zehn Turniere zum Finale Anfang September nach Avenches (Schweiz). Jede Nation kann auf zwei Turnieren Punkte sammeln, zunächst für die beiden Halbfinals und schließlich für das Finish. Mit zwei Siegen hat Deutschland das Maximalziel erreicht. Im ersten Umlauf musste das Quartett den stark auftrumpfenden, fehlerfreien Tschechen die Führung überlassen. In der zweiten Runde setzte sich die Mannschaft klar an die Spitze. Maximilian Lill, der zwei Wochen zuvor die Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft in Balve gewonnen hatte, schaffte mit dem erst neun Jahre alten Holsteiner Comme il Faut-Sohn Kommandant sogar zwei Nullrunden. Ebenfalls neun Jahre alt und von Comme il Faut abstammend, ist Britt Roths Holsteiner Jeffrey. Die frisch gebackene Vize-Meisterin bei der Damen-Meisterschaft beendete die beiden Runden mit null und acht Fehlerpunkten. Auch Justine Tebbel sprang in Balve in die Medaillenränge (Bronze). Im Sattel Ihres DM-Partners Cote de Pablo lautete ihre Bilanz null und vier Fehlerpunkte. Tobias Meyer kassierte in beiden Umläufen einen Fehler am Wassergraben.
Co-Bundestrainer Ralf Runge war rundum zufrieden mit den Leistungen seiner Equipe: „Die vier haben eine tolle Teamleistung gezeigt. Einer war für den anderen da. Wenn einer einen Fehler hatte, ritt der nächste eine Nullrunde, so konnte sich alles gut ausgleichen. Die beiden neunjährigen Pferde haben sich hervorragend präsentiert.“ Die Temperaturen in Budapest hätten den Pferden nicht viel ausgemacht. „Alle sind toptrainiert. Das Training fand morgens ab 5 oder 6 Uhr statt, dann wurde vor den Prüfungen nur noch kurz abgeritten. Die Bedingungen waren insgesamt sehr gut, in den Stallungen hielten Ventilatoren die Hitze in Schach.“
Britt Roth (RFV Zeiskam) erfüllte bei ihrer Nationenpreis-Premiere die Erwartungen und zeigte ihre Top-Form erneut. “Britt Roth und Jeffrey hatten in der ersten Runde einen Traumritt geliefert. Jeder Sprung ein Satz. Der neunjährige Comme il faut-Sohn sprang so, als hätte man jedes Hindernis auch noch einmal mindestens zehn Zentimeter höher ziehen hätte können”, schrieb Jan Tönjes bei Equi Pages – ein tolles Kompliment für die 24-Jährige.











