Coronavirus – Auswirkungen auf den Pferdesport in Rheinland-Pfalz UPDATE 25.03.

UPDATE 25.03.2020

Informationen für Vereine, Selbstständige und Kleinunternehmen in der Coronakrise

Der Landessportbund Rheinland-Pfalz gibt Anwtorten auf wichtige Fragestellungen im Verein

https://www.lsb-rlp.de/…/coronavirus-lsb-gibt-antworten-fue…

Derzeit laufen die Plaungen der Bundesregierung für ein Hilfsprogramm für die deutsche Wirtschaft, welches steuerliche Liquiditätshilfen und einen Schutzschirm in Form eines Kreditprogramms für Unternehmen vorsieht. Inwiefern die Programme durch die Sportvereine und Fachverbände in Rheinland-Pfalz genutzt werden können, bedarf noch der Klärung, da das Programm noch nicht in allen Einzelheiten bekannt ist.

Über Soforthilfen für Selbstständige und kleine Unternehmen informiert das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau RLP
https://mwvlw.rlp.de/de/themen/corona/

Unter der Seite www.pferd-aktuell.de/coronavirus gibt es weiterhin tagesaktuelle Informationen und Downloads!

UPDATE 20.03.2020 – 17.30 Uhr

Wir wurden vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz (MUEEF) schriftlich darüber informiert, dass sich das Ministerium der bisherigen Einschätzung der Situation der FN bzw. des PSVRP anschließt. Es heißt: „In der Krisensituation müssen Fütterung, Pflege der Boxen und Ausläufe und die Bewegung der Pferde sichergestellt werden. Dies kann in der Regel nicht von dem Pensionsstallbetreiber und seinem ggfs. vorhandenen Personal geleistet werden. Darüber hinaus müssen tierärztliche Versorgung und Versorgung durch den Hufschmied sichergestellt werden.“

Dabei wird auch noch einmal auf die Empfehlungen und Notfallpläne der FN hingewiesen, wie Personenkontakte in Reitbetrieben auf ein unvermeidbares Mindestmaß herabgesetzt werden können. Diese sind unter pferd-aktuell.de/coronavirus > dann:  „Was müssen Vereine und Betriebe beachten? Wie kann die Versorgung der Pferde sichergestellt werden?“ zu finden.

Das MUEEF hat bereits das zuständige Gesundheitsministerium auf die Notwendigkeit der Versorgung der Pferde hingewiesen und entsprechende Maßnahmen auch im Falle einer möglichen Ausgangssperre gefordert. Ebenso sollen sich die Veterinärämter in Ihren Kreisverwaltungen für die Tierschutzbelange hinsichtlich Bewegung und Versorgung der Pferde einsetzen.

Sollte es vereinzelt vor Ort Schwierigkeiten bei ggfs. erforderlich werdenden Ausnahmen von Ausgangssperren geben, so bitten wir um Benachrichtigung (Email: info@pferdesportverband-rlp.de). Wir geben dies dann an die zuständigen Stellen weiter.

Unter der Seite www.pferd-aktuell.de/coronavirus gibt es tagesaktuelle Informationen und Downloads!

Die Bundesregierung hat am 16. März die Schließung aller Sportanlagen angeordnet. Damit müssen Reitunterricht, Schulbetrieb und Zusammenkünfte aller Art in allen Pferdesportanlagen eingestellt werden. Auch Reiterferien müssen abgesagt werden.

Versorgung der Pferde sicherstellen
Die Eindämmung des Coronavirus ist für uns alle eine noch nie dagewesene Herausforderung. Vereine und Betriebe müssen dabei Maßnahmen ergreifen, die gleichzeitig die Gesundheit der Menschen UND der Pferde unter den Tierschutzvorgaben sicherstellen. Dazu gehören die Versorgung und Bewegung der Pferde sowie die Tiergesundheit – stets unter der Maßgabe, dass bestimmte Hygiene-Regeln eingehalten werden, um das Virus nicht noch weiter zu verbreiten.

Wir alle stehen nun vor scharfen und einschneidenden Vorgaben der Behörden und sind aufgefordert, dem Rechnung zu tragen. Bisher gibt es nicht in allen Bundesländern einheitliche Vorgaben. Die FN setzt sich aber auf politischer Ebene dafür ein, dass Pferdebetriebe und Reitvereine nach den untenstehenden Vorgaben auf Grundlage des Tierschutzgesetzes agieren können. Bei diesen Vorgaben geht es jetzt nicht mehr darum, ob Reitunterricht stattfinden darf oder nicht, sondern allein darum, dass die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde sichergestellt wird. Das zuständige Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hält die nachfolgende Position für nachvollziehbar und berechtigt.

Die nachfolgenden Regelungen hat die FN den Behörden als Vorschlag unterbreitet, um das Tierwohl sicherzustellen. Wir bemühen uns darum, eine sachgerechte Regelung für die Versorgung der Pferde zu erwirken. Auf Grundlage des deutschen Tierschutzgesetzes vertritt die FN gegenüber Behörden folgende Position.

Für alle Pferde auf der Reitanlage muss folgendes sichergestellt sein:

  • Pferdegerechte Fütterung
  • Pflege der Boxen (Ausmisten und Einstreuen, Kontrolle der Tröge und Tränken)
  • Tägliche Tierkontrolle (Ist das Pferd gesund? Hat es Verletzungen?)
  • Täglich mehrstündige Bewegung zusammengesetzt aus kontrollierter (z.B. Reiten/Longieren) und freier Bewegung (Auslauf auf dem Paddock/der Weide) sind essentiell für physisches und psychisches Wohlbefinden sowie die Gesunderhaltung des Pferdes
  • Notwendige tierärztliche und/oder therapeutische Versorgung
  • Dringend notwendige Versorgung durch den Schmied

Alle Menschen auf der Reitanlage müssen sich an folgende Hygiene-Regeln halten:

  • Personen mit Krankheitssymptomen dürfen den Stall/die Reitanlage nicht betreten
  • Ausschließlich die für die Versorgung und Bewegung der Pferde notwendigen Personen haben Zutritt zum Stall/zur Reitanlage
  • Jedweder Kontakt der Menschen untereinander muss vermieden werden, auch auf Begrüßungsrituale muss verzichtet werden
  • Die allgemeinen Hygienemaßnahmen zum Infektionsschutz sind zu jeder Zeit einzuhalten:
    • Unmittelbar nach dem Betreten der Anlage ist auf direktem Wege der Sanitärbereich aufzusuchen und sich entsprechend gründlich die Hände zu waschen und zu desinfizieren, bevor weitere Gegenstände wie z.B. Putzzeug etc. angefasst werden
    • Einweghandtücher sind zu benutzen
    • Nach der Versorgung der Pferde ist wiederum der Sanitärbereich aufzusuchen und sich abermals gründlich die Hände zu waschen sowie zu desinfizieren, bevor der Heimweg angetreten wird
  • Die Vor- und Nachbereitung der Pferde muss mit entsprechenden räumlichen Abständen der Menschen/Pferde voneinander erfolgen
  • Die Vereinbarung von tierärztlichen Terminen und Schmiedebesuchen unterliegen der Koordination des Betriebsleiters
  • Die Aufenthalts-/Sozialräume bleiben geschlossen

Reitschulen/Schulpferde
Durch den Ausfall des Reitunterrichts für Reitschulen muss die Bewegung der Pferde durch einen Notbewegungsplan (s. unten) sichergestellt werden. Hier sind strikte hygienische sowie regionale und bundesweite behördliche Vorgaben unbedingt zu beachten. Unter dieser Maßgabe hält die FN folgendes für fachlich notwendig:

  • Der Betriebsleiter/verantwortliche Vereinsvertreter erstellt einen Anwesenheitsplan für die notwendigen Personen, die für die Versorgung und Bewegung der Pferde Zutritt zum Stall und der Reitanlage benötigen
  • Es werden Anwesenheitszeiten vorgegeben, um die Anzahl der Menschen, die sich zeitgleich im Stall/auf der Reitanlage befinden, zu minimieren
  • Die einzelnen Pferde müssen nachweislich den Reitern zugeordnet werden. Dies ist zu dokumentieren.
  • Der Betriebsleiter/verantwortliche Vereinsvertreter muss die Anwesenheitszeiten dokumentieren
  • Nur Reitschüler, die eigenständig ein Pferd vorbereiten, reiten und nachher versorgen können, sind von der verantwortlichen Person des Vereins/Betriebs auf freiwilliger Basis dafür vorzusehen
  • Die fachkompetente Koordination/Zuteilung dieser „Notbewegungshelfer“ übernimmt entweder der Betriebsleiter, ein Vorstandsmitglied oder der leitende Reitlehrer
  • Die Pferdebewegung auf dem Reitplatz/in der Reitbahn bedarf einer fachkundigen Aufsicht, die die Sicherheit gewährt
  • Bei der Versorgung und Bewegung der Pferde sind jedwede Kontakte zu anderen Reitern und aufsichtführenden Personen zu vermeiden sowie ein Abstand von mehreren Metern einzuhalten
  • Die Anzahl von vier Pferden pro Bewegungsfläche (20mx40m Fläche) wird fachlich und hygienisch als vertretbar, aber als Obergrenze gesehen (immer abhängig von der Größe der Reitfläche, als Orientierung dienen pro Pferd ca. 200 Quadratmeter.)

Pensionsställe/Privatpferde
Um die Versorgung und Bewegung der Pensionspferde sicherstellen zu können, benötigt der Betriebsleiter Unterstützung durch die Besitzer bzw. Reiter. Auch hier sind strikte hygienische sowie regionale und bundesweite behördliche Vorgaben unbedingt zu beachten. Unter dieser Maßgabe hält die FN folgendes für fachlich notwendig:

  • Der Betriebsleiter/verantwortliche Vereinsvertreter erstellt einen Anwesenheitsplan für die notwendigen Personen, die für die Versorgung und Bewegung der Pferde Zutritt zum Stall und der Reitanlage benötigen
  • Es werden Anwesenheitszeiten vorgegeben, um die Anzahl der Menschen, die sich zeitgleich im Stall/auf der Anlage befinden, zu minimieren
  • Die Einbestellung von Tierarzt und Schmied erfolgt nur durch die verantwortliche Person des Betriebs/Vereins
  • Bei der Versorgung und Bewegung der Pferde sind jedwede Kontakte zu anderen Einstallern zu vermeiden und ein Abstand von mehreren Metern einzuhalten
  • Räumliche Abstände zum Stallpersonal sind in gleicher Weise sicherzustellen
  • Die Anzahl von vier Pferden pro Bewegungsfläche (20mx40m Fläche) wird fachlich und hygienisch als vertretbar, aber als Obergrenze gesehen (immer abhängig von der Größe der Reitfläche, als Orientierung dienen pro Pferd ca. 200 Quadratmeter)

Ansonsten ist um Verständnis zu bitten, dass kein weiterer Publikumsverkehr auf der Reitanlage zuglassen werden kann. Personen, die nicht für die Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind, dürfen die Anlage nicht betreten.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hält die Position der FN für nachvollziehbar und berechtigt. Jedoch müssen nun die einzelnen Bundesländer konkrete Vorgaben erlassen. In Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gibt es bereits gute Regelungen.Diese sind hier zu finden:

Die nachfolgend aufgeführten Musterpläne erleichtern Ihnen die Erstellung von Notfallversorgungs- und Bewegungsplänen.

  • Der Notbewegungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich zur Bewegung der Pferde auf der Anlage befinden.
    Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter in Absprache mit den verantwortlichen Bewegungshelfern erstellt werden.
    Download Notbewegungsplan 20 Pferde
    Download Notbewegungsplan 48 Pferde
  • Der Pferdeversorgungsplan bietet Hilfe bei der Einteilung der Personen, die sich um die Versorgung der Pferde kümmern (Fütterung, Pflege der Boxen, tägliche Tierkontrolle, freie Bewegung).
    Hinweis: Dieser Plan sollte vom Betriebsleiter in Absprache mit den verantwortlichen Versorgern erstellt werden.
    Download Pferdeversorgungsplan
  • Mit Hilfe der Anwesenheitsliste können die täglichen Ankunfts- und Abfahrtszeiten der verantwortlichen Personen zu Pferdebewegung dokumentiert werden (pro Person ein Bogen).
    Download Anwesenheitsliste
  • Die FN hat ein Muster-Formular für Personen erstellt, die für die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde vorgesehen sind. Dies sollte auf dem Vereinsbriefpapier ausgedruckt und von den jeweiligen „Notversorgern“ ausgefüllt werden. Die FN rät die Notversorger dringend dazu an, das Dokument stets in Verbindung mit dem Personalausweis und der Kopie des Pferdepasses mitzuführen und sich auf der Anlage an die Hygiene-Regeln zu halten.

Darf ein Stallbetreiber den Betrieb für Pferdebesitzer/Einstaller komplett schließen und wenn ja, für wie lange?
Aufgrund der Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Regierungschefs der Bundesländer vom 16. März 2020 ist der Sportbetrieb auf und in allen Sportanlagen für den Publikumsverkehr zu schließen. Dies betrifft grundsätzlich auch Pferdesportanlagen. Ein zeitliches Ende wurde diesbezüglich nicht bekannt gegeben. Die Betreiber der Pferdesportanlagen sind hier in der Verantwortung und müssen für die Einhaltung der behördlichen Anordnungen gerade stehen. Inzwischen finden polizeiliche Kontrollen dieser Schließungen statt. Vorkehrungen zur Verringerung des Besucheraufkommens sind deshalb zulässig und erforderlich. Die FN vertritt die Auffassung, dass es möglich sein sollte, dass die Pferde von ihren Eigentümern oder deren Vertretern versorgt werden, wobei der jeweilige Personenkreis so klein wie möglich gehalten werden muss. Dies gilt insbesondere im Hinblick darauf, dass nicht alle Betriebe in der Lage sind, mit dem eigenen Personal eine angemessene Versorgung der Pferde einschließlich kontrollierter und freier Bewegung sicherzustellen. Die aktuelle Situation ist für uns alle eine große Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Wir empfehlen allen Parteien deshalb dringend aufeinander zuzugehen und nach einer solidarischen Lösung zu suchen. Von nicht zwingend erforderlichen Stallwechseln raten wir in der aktuellen Situation ab.

 

Mehr Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus in Bezug auf den Pferdesport gibt es unter www.pferd-aktuell.de/coronavirus

UPDATE 20.03.2020 10.30 Uhr

Für viele Pferdehalter stellt sich akut die Frage, wie die Versorgung der Pferde auch im Falle einer möglichen Ausgangssperre aufrechterhalten werden kann.

Nach fachlicher Einschätzung der FN muss auch bei einer Ausgangssperre die notwendige Versorgung und Bewegung der Pferde sichergestellt werden. Dafür setzen sich die FN beim zuständigen Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Pferdeportverband RLP beim zuständigen Ministerium in Rheinland-Pfalz ein. Es gibt noch keine bundesweite Regelung und auch vom Landesministerium haben wir noch keine konkrete Rückmeldung. Selbstverständlich werden wir weiter informieren!

Bis dahin schließen wir uns der Empfehlung der FN an Vereine, Betriebe und private Pferdehalter an, sich entsprechend vorzubereiten und Notversorgungspläne aufzustellen. Unter pferd-aktuell.de/coronavirus > „Was müssen Vereine und Betriebe beachten? Wie kann die Versorgung der Pferde sichergestellt werden?“ sind die Informationen zusammengefasst und es gibt Musterpläne und exemplarische Anwesenheitslisten.

Besonders weisen wir auf das Musterformular Zutrittsberechtigung für Personen sowie Musterformular Selbsterklärung hin, mit dem Vereinsvorstände bzw. Betriebsleiter ihren Einstellern bestätigen, dass sie für die Versorgung ihrer Pferde Zutritt zum Pferdebetrieb/Vereinsgelände haben müssen. Die FN rät die Notversorger dringend dazu an, das Dokument stets in Verbindung mit dem Personalausweis und der Kopie des Pferdepasses mitzuführen und sich auf der Anlage an die Hygiene-Regeln zu halten.

Coronavirus: Tipps für Vereine, Betriebe und selbstständige Unternehmen

Unterstützung in Notsituationen und bei finanziellen Engpässen

Warendorf (fn-press). Die Auswirkungen des Coronavirus treffen Reitvereine, Pferdebetriebe und selbstständige Unternehmen im Bereich Pferdesport mit besonderer Härte. In der aktuellen Krise brechen Einnahmen aus dem Schulbetrieb weg, Trainer können keinen Unterricht geben, Vereine und Betriebe stehen vor kapitalen Existenzfragen. Derzeit herrscht viel Unsicherheit darüber, wie die Versorgung der Pferde sichergestellt werden kann und wie die unsichere Zeit vor allem finanziell zu stemmen ist. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat einige Tipps und Informationen dazu zusammengestellt.

  • Unsere Einnahmen aus dem Schulbetreib brechen weg – wo bekommen wir finanzielle Unterstützung?
  • An wen können wir uns in unserer Notsituation wenden?

Dies sind Beispiele der kapitalen Existenzfragen der Vereine und Betriebe, die der Pferdesport in seiner Gesamtheit mit größtmöglicher Energie angehen muss. Jeder ist dabei gefragt, sich einzubringen.

Politische Ebene:
Vereine und Betriebe müssen in knapper, aber deutlicher Form ihren Kommunalpolitkern, Kreis-, Landtags- und auch Bundestagsabgeordneten aus den eigenen Regionen ihre Not-lage schildern. Am besten in persönlichen Briefen. Die FN und die Landespferdesportverbände bitten darum, diese Briefe der Betroffenen in Kopie (per E-Mail an Thomas Ungruhe, tungruhe@fn-dokr.de) zu bekommen. Warum?
FN und Landesverbände können sich so viel effektiver auf politischer Ebene für die finanzielle Unterstützung der Vereine und Betriebe einsetzen und darauf drängen, dass die Landes- und Bundesministerien im wirtschaftlichen, landwirtschaftlichen und sportlichen Bereich Maßnahmen ergreifen.

Aber nicht nur der Schulterschluss mit der Politik ist wichtig. Auch der organisierte Sport wie zum Beispiel die Stadt-, Kreis- und Landessportbünde müssen auf die besondere Notlage aufmerksam gemacht werden. Welche Ansprechpartner hier konkret gefragt sind, hat die FN in einem Merkblatt exemplarisch für jedes Bundesland zusammengestellt. Das Merkblatt steht auf www.pferd-aktuell.de/coronavirus unter der Frage „An wen kann ich mich in meiner finanziellen Notlage wenden?“ als Download zur Verfügung.

Finanzielle Ebene:
Reitvereine, Pferdebetriebe und selbstständige Unternehmen im Bereich Pferdesport haben jetzt mit Verdienstausfällen zu rechnen. Um diese Liquiditätsengpasse zu überbrücken, können bei den Bürgschaftsbanken der Länder Kredite beantragt werden. Eine Übersicht der Banken, Links zu mehr Informationen sowie die Antragsformulare gibt es auf www.pferd-aktuell.de/coronavirus unter der Frage „An wen kann ich mich in meiner finanziellen Notlage wenden?“.

Um die Gesundheit der Bevölkerung sicherzustellen, können die zuständigen Behörden auf Basis des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Maßnahmen treffen und zum Beispiel Personen offiziell unter Quarantäne stellen. Die Entschädigung eines Verdienstausfalles durch ein „Tätigkeitsverbot“ ist gesetzlich geregelt. Für den Fall, dass Arbeitgeber im Verein oder Betrieb davon betroffen sind, stellt die FN eine Liste mit Fragen und Antworten sowie den zuständigen Behörden für eine „Verdienstausfallentschädigung“ zur Verfügung. Die Liste gibt es auf www.pferd-aktuell.de/coronavirus unter der Frage „An wen kann ich mich in meiner finanziellen Notlage wenden?“

Mehr Fragen und Antworten zum Thema Coronavirus in Bezug auf den Pferdesport gibt es unter www.pferd-aktuell.de/coronavirus

UPDATE 18.03.2020

Seit gestern hat sich an der aktuellen Situation für den Pferdesport bisher nicht viel geändert.
Die meisten Kreise und Städte in Rheinland-Pfalz haben die Allgemeinverfügung zu weiteren kontaktreduzierenden Maßnahmen des Landes umgesetzt, die deutlichen Einschränkungen auch für Pferdebetriebe gelten zunächst bis zum 19.04.2020. Ein Blick ins Nachbarland Baden-Württemberg stimmt jedoch wenig zuversichtlich, dass die Krise so zügig überstanden ist: hier tritt die Verordnung zunächst bis zum 15.06.2020 in Kraft, wobei eine Änderung des Datums jeweils vorbehalten bleibt.

Versorgung und Bewegung der Pferde
Wir gehen weiterhin davon aus, dass die notwendige Versorgung und Pflege unserer Pferde – im Rahmen der veröffentlichten Empfehlungen und Einschränkungen (s. Kasten unterhalb)  – von den Gesundheitsbehörden nicht in Frage gestellt wird, stehen diesbezüglich auch im Kontakt mit den zuständigen Ministerien. Hierzu werden wir weiter informieren.

Turniersport
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat gestern die Hinweise für den Turniersport aktualisiert. Stand der Dinge ist, dass alle aktuellen Turniere abgesagt sind und es ist momentan nicht absehbar, wann die Auflagen wieder gelockert werden können. Derzeit können wir nur empfehlen, für Turniere den Nennungsschluss möglichst nah an den Veranstaltungstermin zu legen, um hier möglichst lange flexibel reagieren zu können. Bei abgesagten Turnieren erhebt die FN keine Veranstaltergebühren, bei der LK werden lediglich die Kosten für erfolgte Genehmigung und Veröffentlichung fällig.

Wir bleiben bemüht, hier die aktuellen Informationen zusammen zu tragen. Dennoch verweisen wir auch weiterhin an die zuständigen örtlichen Gesundheitsämter, bei denen die letztendliche Zuständigkeit liegt.

UPDATE 17.03.2020

Am gestrigen Nachmittag hat die Bundesregierung mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland eine Vereinbarung getroffen. Die sieht weitere erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Leben vor, dazu gehört u.a. auch die Schließung von Sportanlagen. Beachten Sie zu der Umsetzung der Vereinbarung die Erlasse Ihres örtlichen Gesundheitsamtes, die in Kürze veröffentlicht werden. Mit der Vereinbarung vom 16.03. gehen auch deutliche Einschränkungen für den Betrieb in unseren Pferdesportvereinen und -betrieben einher. Für die reguläre Durchführung des Reitschul bzw. Voltigierbetriebs scheint aktuell kaum Spielraum vorhanden. Hinschtlich des weiteren Umgangs bzw. der angemessenen Versorgung ud Bewegung von Pferden schließen wir uns den folgenden Empfehlungen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung an:

Turniertermine
Die Absage bereits genehmigter Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem landesweiten Veranstaltungsverbot ist selbstverständlich nicht mit zusätzlichen Absagegebühren verbunden. Sollte die Veranstaltung verschoben werden, ist die erneute Genehmigung kostenfrei. Eine Regelung zur Abstimmung der Termine verschobener Veranstaltungen wird bei erkennbarer Entspannung der Lage bekannt gegeben.

Sonderprüfungen
Für die Geltungsdauer der o.g. Vereinbarung, werden keine Sonder-/Abzeichenprüfungen genehmigt.

16.03.2020

Vor dem Hintergrund der Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums sowie des Robert-Koch-Instituts tragen wir alle Verantwortung, einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zu leisten, damit Neuinfektionen mit dem Coronavirus vermieden und Infektionsketten unterbrochen werden.
Dabei ist der Pferdesportverband Rheinland-Pfalz ebenso wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung oder der Landessportbund kein Kompetenzzentrum für Infektionskrankheiten. Daher können wir keine inhaltlichen Bewertungen oder Ratschläge in Bezug auf die Corona-Epidemie geben. Unser Ratschlag kann nur sein Anordnungen, Vorgaben, Empfehlungen sowie Ge- und Verbote von Behörden, insbesondere Gesundheitsämtern und der Landes- bzw. Bundesregierung zu beachten und zu befolgen.
Da sich die Empfehlungen und Vorgaben derzeit täglich ändern, werden wir regelmäßig die aktuelle Sachstandslage prüfen und ggf. notwendige Aktualisierungen vornehmen.

Veranstaltungen des PSVRP
Aufgrund der dynamischen Entwicklung im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus wird der Pferdesportverband Rheinland-Pfalz alle eigenen Veranstaltungen bis zunächst 30.04.2020 absagen. Der entsprechende Teilnehmerkreis von Verbandsveranstaltungen wird entsprechend informiert.

Absage von Pferdesportveranstaltungen in Rheinland-Pfalz
Aufgrund des landesweites Erlasses vom 13. März dürfen bis mindestens 10. April 2020 keine Veranstaltungen mit mehr als 75 Personen in Rheinland-Pfalz stattfinden. Die örtlichen Gesundheitsämter sind aufgerufen, diesen Erlass bis spätestens 16. März 08.00 Uhr umsetzen. Die Umsetzung fällt nach unserem derzeitigen Überblick je nach Stadt bzw. Landkreis sehr unterschiedlich aus. Häufig ist der Zeitraum verlängert oder es sind weitere Auflagen ausgesprochen worden. Daher ist die dringende Empfehlung, sich beim jeweiligen örtlichen Gesundheitsamt zu erkundigen. Eine entsprechende Liste findet man unter:
https://landkreistag.rlp.de/homepage/gesundheitsaemter-in-rheinland-pfalz/

Für Nenner von abgesagten Veranstaltungen gilt, dass bei Absage aufgrund höherer Gewalt, bereits gezahltes Nenngeld seitens des Veranstalters zurückzuzahlen ist. Wobei folgendes gilt:
Die Abrechnungspraxis sieht laut §26.2.3 LPO folgendermaßen aus: Wenn eine oder mehrere Prüfungen aufgrund von höherer Gewalt abgesagt werden müssen, verbleiben dem Veranstalter 3 Euro je reserviertem Startplatz, bei Vielseitigkeits-Prüfungen sind es 10 Euro. Den darüber hinausgehenden Anteil des Nenngeldes muss der Veranstalter dem Nenner/Teilnehmer erstatten. Der Teilnehmer erhält demnach seine Kosten abzüglich des Veranstalteranteils und abzüglich der 0,85 Cent FN-Nennungsgebühr zurück. Letztere bleibt bei der FN, da das Nennungssystem genutzt und die Nennung bearbeitet wurde.

Durchführung von Reitunterricht
Die Empfehlung der zuständigen Behörden ist, soziale Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und nur in wirklich notwendigen Fällen wahrzunehmen. Stand 16.03., 10.00 Uhr  gibt es in Rheinland-Pfalz keine generelle Verfügung wie z.B. in Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein, dass alle Freizeit-, Sport-, Unterhaltungs- und Bildungsangebote einzustellen sind. Wir empfehlen jedoch allen Pferdesportvereinen und –betrieben eigenverantwortlich zu prüfen, ob sie Ihre Veranstaltungen weiter durchführen. Auch hier sind dringend die Erlasse und aktuellen Informationen der örtlichen Gesundheitsbehörden zu berücksichtigen!

Weitere Informationen
Hinweise und Empfehlungen  der Deutschen Reiterlichen Vereinigung

Hinweise und Empfehlungen des Landessportbundes

Informationen der Landesregierung Rheinland-Pfalz

Informationen des Robert-Koch-Instistuts

Turniertermine und Absagen in RLP

PSV RP

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